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27/01/2025

Das Gewächshaus

Das Gewächshaus ist im Waldgarten und Market Garden das „Herz der Anzucht“ und ein strategischer Zeitpuffer. Es erlaubt dir, die Saisons zu dehnen – im Frühjahr startest du früher, im Herbst erntest du länger.

1. Die Vorteile auf einen Blick

  • Kontrolliertes Klima: Schutz vor Spätfrösten, Starkregen und Hagel.

  • Ertragssicherheit: Besonders für wärmeliebende Kulturen wie Gurken, Tomaten oder Paprika.

  • Hygiene: Die Blätter bleiben trocken, was Pilzkrankheiten wie die Krautfäule drastisch reduziert.

  • Effizienz: Du kannst auf kleiner Fläche eine enorme Menge an Jungpflanzen für den gesamten Garten vorziehen.


2. Jungpflanzenanzucht (Frühjahr: Feb – Mai)

Das Gewächshaus dient jetzt als Kinderstube. Durch den Schutz kannst du Pflanzen vorziehen, die im Freiland noch keine Chance hätten.

  • Strategie: Nutze Regale, um die vertikale Fläche zu maximieren.

  • Aussaat-Folge:

    • Februar: Kältetolerante Kulturen wie dicke Bohnen, Salate, Spinat und frühe Kohlsorten.

    • März: Tomaten, Paprika, Auberginen (brauchen eventuell eine Heizmatte für die Keimung).

    • April: Gurken, Zucchini, Kürbisse (wachsen schnell und dürfen nicht zu lange im Topf bleiben).

  • Abhärten: Bevor die Pflanzen in den Waldgarten umziehen, öffnest du tagsüber die Türen weit, damit sie sich an Wind und Temperaturschwankungen gewöhnen.


3. Sommernutzung (Juni – Sept)

Wenn die Jungpflanzen ausgezogen sind, wird das Gewächshaus zum tropischen Paradies.

  • Hauptkulturen: Schlangengurken, Melonen, Auberginen und wärmeliebende Tomaten.

  • Lüftungs-Management: Das Wichtigste im Sommer! Bei über 30°C wird Pollen steril und die Pflanzen stellen das Wachstum ein. Automatische Fensteröffner sind hier lebensrettend.

  • Schattierung: Bei extremer Hitze kannst du Schattiermatten nutzen oder das Glas mit Kalkfarbe (“Schattierweiß”) bestreichen.


4. Winteranbau (Okt – Jan)

Ein Gewächshaus sollte im Winter niemals leer stehen. Man nutzt es für den sogenannten “Winter-Anbau”.

  • Frostharte Kulturen: Feldsalat, Winterpostelein (Mineralsalat), Asiasalate (Tatsoi, Mizuna) und Winterspinat.

  • Der “Iglu-Effekt”: Selbst wenn es draußen -5°C sind, reicht oft ein einfaches Vlies im Inneren des Gewächshauses aus, um die Pflanzen bei frostfreien Temperaturen zu halten.

  • Licht: Das Problem im Winter ist nicht nur die Kälte, sondern das fehlende Licht. Ernte im Winter daher seltener, damit die Pflanzen Zeit zum Regenerieren haben.


5. Gewächshaus-Checkliste: Technik & Pflege

Bereich Maßnahme
Boden Auch im Gewächshaus unbedingt mulchen! Es verhindert Salzausblühungen und hält die Feuchtigkeit.
Bewässerung Eine Tröpfchenbewässerung spart Zeit und hält die Blätter trocken.
Hygiene Im Spätwinter die Scheiben putzen (Lichtausbeute!) und Töpfe reinigen.
Nützlinge Fördere Schlupfwespen gegen Blattläuse, indem du ein paar Kräuterblüten (z.B. Dill) stehen lässt.