What’s Happened
Das Gewächshaus
Das Gewächshaus ist im Waldgarten und Market Garden das „Herz der Anzucht“ und ein strategischer Zeitpuffer. Es erlaubt dir, die Saisons zu dehnen – im Frühjahr startest du früher, im Herbst erntest du länger.
1. Die Vorteile auf einen Blick
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Kontrolliertes Klima: Schutz vor Spätfrösten, Starkregen und Hagel.
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Ertragssicherheit: Besonders für wärmeliebende Kulturen wie Gurken, Tomaten oder Paprika.
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Hygiene: Die Blätter bleiben trocken, was Pilzkrankheiten wie die Krautfäule drastisch reduziert.
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Effizienz: Du kannst auf kleiner Fläche eine enorme Menge an Jungpflanzen für den gesamten Garten vorziehen.
2. Jungpflanzenanzucht (Frühjahr: Feb – Mai)
Das Gewächshaus dient jetzt als Kinderstube. Durch den Schutz kannst du Pflanzen vorziehen, die im Freiland noch keine Chance hätten.
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Strategie: Nutze Regale, um die vertikale Fläche zu maximieren.
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Aussaat-Folge:
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Februar: Kältetolerante Kulturen wie dicke Bohnen, Salate, Spinat und frühe Kohlsorten.
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März: Tomaten, Paprika, Auberginen (brauchen eventuell eine Heizmatte für die Keimung).
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April: Gurken, Zucchini, Kürbisse (wachsen schnell und dürfen nicht zu lange im Topf bleiben).
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Abhärten: Bevor die Pflanzen in den Waldgarten umziehen, öffnest du tagsüber die Türen weit, damit sie sich an Wind und Temperaturschwankungen gewöhnen.
3. Sommernutzung (Juni – Sept)
Wenn die Jungpflanzen ausgezogen sind, wird das Gewächshaus zum tropischen Paradies.
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Hauptkulturen: Schlangengurken, Melonen, Auberginen und wärmeliebende Tomaten.
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Lüftungs-Management: Das Wichtigste im Sommer! Bei über 30°C wird Pollen steril und die Pflanzen stellen das Wachstum ein. Automatische Fensteröffner sind hier lebensrettend.
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Schattierung: Bei extremer Hitze kannst du Schattiermatten nutzen oder das Glas mit Kalkfarbe (“Schattierweiß”) bestreichen.
4. Winteranbau (Okt – Jan)
Ein Gewächshaus sollte im Winter niemals leer stehen. Man nutzt es für den sogenannten “Winter-Anbau”.
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Frostharte Kulturen: Feldsalat, Winterpostelein (Mineralsalat), Asiasalate (Tatsoi, Mizuna) und Winterspinat.
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Der “Iglu-Effekt”: Selbst wenn es draußen -5°C sind, reicht oft ein einfaches Vlies im Inneren des Gewächshauses aus, um die Pflanzen bei frostfreien Temperaturen zu halten.
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Licht: Das Problem im Winter ist nicht nur die Kälte, sondern das fehlende Licht. Ernte im Winter daher seltener, damit die Pflanzen Zeit zum Regenerieren haben.