What’s Happened
Food forest: Die Pionierbäume
Die sogenannten Pionierbäume spielen in unserem syntropischen System eine tragende Rolle. Die Eschen, Pappeln und Birken in dieser Reihe wachsen schneller, als die Edelkastanien {Castanea sativa}, die zukünftig Maronen tragen werden.
Somit bieten sie nicht nur Schutz für Flora und Fauna und kühlen durch Beschattung ihre Nachbarn, sondern liefern durch das regelmäßige „Aufasten“ Mulchgut zur Bodendeckung. Diese ist eines der wichtigsten Merkmale des Waldgartens – einen verdunstungsarmen Boden zu schaffen. Im Wurzelwerk der Erlen finden sich Leguminosen, bodenpositive Bakterien, die den Bäumen helfen, vermehrt Stickstoff aus der Luft in den Blättern zu binden und ihn im Herbst dem Boden zuzuführen. Dies wiederum sorgt langfristig für ein besseres Wachstum ohne große externe Düngerzugabe.
Eines Tages werden die Edelkastanien die Stelle der Pionierbäume einnehmen und ihren eigenen Beitrag für das System leisten – wir erfreuen uns im Herbst an ihren Früchten.
Legende:
1) Typische Agroforst-Reihe
2) Aufastung
3) Birkenstamm mit Schnittaugen
4) Edelkastanie; Jungbaum