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Pflanzengemeinschaften
Im Waldgarten sprechen wir oft von “Gilden”. Hierbei geht es nicht nur darum, Pflanzen nebeneinander zu setzen, sondern Funktionen zu kombinieren: Eine Pflanze füttert (Stickstoff), eine schützt (Geruch/Dornen), eine beschattet (Mulch) und eine lockt Bestäuber an.
Hier sind die drei wichtigsten Pflanzengemeinschaften:
1. Die klassische Obstbaum-Gilde (Zentrum: Apfel oder Nashi)
Diese Gemeinschaft ist darauf ausgelegt, den Baum langfristig gesund zu halten, ohne dass du düngen musst.
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Zentrum: Obstbaum (Apfel, Birne, Nashi).
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Stickstoff-Fixierer: Süßlupine oder Weißklee (füttern den Baum mit Stickstoff).
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Dynamische Akkumulatoren: Beinwell (holt Kalium aus der Tiefe) und Zitronenmelisse (holt Minerale).
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Schutz: Knoblauch oder Schnittlauch (gegen Pilzbefall und Wühlmäuse).
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Bodendecker: Walderdbeeren (halten die Feuchtigkeit im Boden).
2. Die “Drei Schwestern” (Milpa-System)
Ein Klassiker für den Market Garden oder sonnige Lichtungen im Waldgarten. Diese Gemeinschaft nutzt den Raum (vertikal und horizontal) perfekt aus.
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Mais: Dient als lebende Rankhilfe.
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Stangenbohnen: Klettern am Mais hoch und liefern Stickstoff für alle.
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Kürbis: Deckt mit seinen riesigen Blättern den Boden ab, unterdrückt Unkraut und hält die Erde kühl (“lebender Mulch”).
3. Die Beerenstrauch-Gilde (Zentrum: Johannisbeere)
Beerensträucher lieben ein Waldrand-Klima.
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Zentrum: Rote oder Schwarze Johannisbeere.
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Begleiter: Dill und Fenchel. Die feinen Blütendolden locken Schwebfliegen an, deren Larven Blattläuse an den Sträuchern fressen.
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Bodenschutz: Borretsch (lockt Bienen für die Bestäubung an und liefert Mulchmaterial).
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Zusatz: Ringelblumen zur Bodenreinigung.